Unsere Milchbauern

Ende der achtziger Jahre verschwand in Deutschland der größte Teil der Bio-Milch noch in den Tanks der großen Molkerei-Genossenschaften. „Damals haben mich Bio-Bauern gefragt, ob wir nicht ihre Milch zu Bio-Produkten verarbeiten wollen“, erinnert sich Paul Söbbeke. Nach langen Überlegungen und Gesprächen auch in der Familie, die sich bereits seit der Jahrhundertwende mit Milchwirtschaft beschäftigt, entschloss er sich, die Bio-Molkerei Söbbeke zu gründen.

Der Anfang mit drei Bauern

 

„Wir haben mit drei Bauern angefangen und die Milch erstmal per Hand abgefüllt, damals noch in Gurkengläsern.“
300.000 Liter Milch wurden zu Beginn pro Jahr verarbeitet – heute sind es 50 Millionen Liter von ca. 160 Biohöfen. Alle Höfe sind den Anbauverbänden Bioland, demeter oder Naturland angeschlossen. Jeder Milchviehhalter ist sich seiner Verantwortung bewusst und arbeitet so engagiert, wie man es nur sein kann. Hier wird der Beruf zur Berufung, denn Milch ist eines der wertvollsten Lebensmittel und bedarf einer ganz besonderen Handhabung. Die Milchqualität beginnt bereits auf dem Bauernhof. Das wissen unsere Landwirte, und sie geben jeden Tag ihr Bestes, um als Anfangsglied der Verarbeitungskette dem Verbraucher jede Menge leckere und gesunde Bio-Milchprodukte zu ermöglichen.

 

Biosiegel - Vielfalt auf deutschen Bioprodukten

Was bedeuten Sie? Und wo sind die Unterschiede?

Wir bei Söbbeke Pauls Biomolkerei verarbeiten ausschließlich Bio-Milch und sind damit eine 100%-ige Biomolkerei.

Die Vielfalt der deutschen und EU-Bio-Siegeln auf den unterschiedlichen Bio-Produkten ist für viele Verbraucher nicht so leicht verständlich. Daher haben wir Ihnen hier die bekanntesten Bio-Siegel und ihre Unterschiede dargestellt.

 

EU-Bio-Logo

Seit dem 1. Juli 2012 ist dieses Logo EU-weit verpflichtend für alle Bio-Lebensmittel, die in einem EU-Mitgliedsstaat hergestellt werden.

Zu den EU-Vorschriften für den ökologischen Landbau und damit die Verwendung des Logos zählen u. a., dass alle Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus dem ökologischen Landbau stammen müssen, dass jährliche stattfindende, ausführlich Kontrollen zugelassen und unterstützt werden und dass eine exakte Rückverfolgbarkeit der Produkte/Zutaten, bis hin zum Erzeuger gewährleistet wird.

Das EU-Bio-Siegel garantiert dem Verbraucher das der Naturschutz bei der Produktion berücksichtigt wird, keine genmanipulierten Inhaltstoffe verwendet werden, die Nutztiere der Erzeuger freien Auslauf genießen und sehr strenge Regeln für die Verwendung chemischer Pestizide, Düngemittel sowie Antibiotika gelten.

Bioland

Bioland ist mit rund 5.800 Landwirten, Imker, Winzern und Gärtner sowie über 1.000 Industriepartner der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. Das Bioland Logo darf nur von den Mitgliedern des Verbandes verwendet werden.

Erklärtes Ziel ist die nachhaltige Erzeugung hochwertiger und gesunder Lebensmittel. Zu den Richtlinien des Verbandes gehören u. a. die ausschließliche Verwendung von gentechnikfreien Lebensmitteln und Futter, die artgerechte Tierhaltung, aktiver Klima- und Umweltschutz, die Förderung der Artenvielfalt sowie ressourceneffizientes Arbeiten auf den Höfen und den weiterverarbeitenden Betrieben. Dabei reichen die Bioland Richtlinien weit über das Maß der europäischen Vorschriften für ökologischen Landbau hinaus.

Naturland

Der Naturland Verband für ökologischen Landbau e. V. ist mit rund 2.600 Mitgliedsbetrieben in Deutschland und ca. 40.700 internationalen Betrieben einer der größten ökologischen Verbände in Deutschland.

Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen. So ist in den Naturland Richtlinien für alle Mitgliedsbetriebe auch die soziale Verantwortung gegenüber den Beschäftigten fest verankert. Hinzu kommen weitere Standards wie die ausschließliche Verwendung gentechnikfreier Produkte zum Schutz von Natur und Verbraucher und die Vorgabe zur Verwendung von mind. 50 % hofeigenem Futter für alle Nutztiere. Naturland engagiert sich weit über die Lebensmittelproduktion hinaus, so z.B. in den Bereichen ökologische Waldnutzung, Textilherstellung und Kosmetik und auch die Richtlinien dieses Verbandes sind weitaus strenger als die bestehenden EU-Vorschriften.

Demeter

Der Demeter Verband für ökologischen Landbau umfasst deutschlandweit rund 1.450 Landwirte, 400 Hersteller und Verarbeiter sowie 500 Partner im Handel, die sich für den biologisch-dynamischen Landbau entschieden haben. Des Weiteren arbeiten in rund 50 Ländern weitere 5.000 Bauern nach den biologisch-dynamischen demeter Standards. Darunter finden sich Erzeugnisse und Produkte der unterschiedlichsten Art, alle nach strengen demeter-Richtlinien erzeugt und verarbeitet.

Zu diesen Richtlinien gehören u. a. die jährliche Prüfung der Demeter Vertragspartner und die Anwendung von Heilpflanzen, Kiesel und Kuhdung zur Düngung. So gilt biodynamisch inzwischen als die nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung. Sie sorgt dafür, dass die Humusschicht kontinuierlich wächst. Das ist gerade angesichts der Klimaveränderung wesentlich, weil im Humus große Mengen Kohlendioxid gebunden werden, was dem Treibhauseffekt entgegenwirkt.

Durch selbst hergestellte, feinstofflich wirkende Präparate aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien wird die Bodenfruchtbarkeit in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft nachhaltig gefördert und das charakteristische Aroma der Lebensmittel voll entwickelt. Auch bei demeter gehen die Vorschriften über die aktuellen Richtlinien der Europäischen Union hinaus.