Fragen und Antworten

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Wie wird laktosefreie Milch laktosefrei?

Bei der Herstellung von laktosefreier Milch wird der Milch ein Enzym (frei von Gentechnik) zugesetzt. Dieses Enzym baut die Laktose innerhalb von 24 Stunden ab, in dem es die Laktose in ihre Bausteine Glukose und Galaktose aufspaltet. Hierdurch schmeckt die Milch leicht süß und eignet sich nicht nur als Trinkmilch sondern auch hervorragend als Kaffeemilch.

Warum ist laktosefreie Milch leicht rosa?

Die leichte Färbung unserer laktosefreien Milch ist auf die so genannte Maillard Reaktion zurückzuführen. Zu dieser Reaktion kommt es durch die Erhitzung der Milch, es handelt sich hier um eine Reaktion des Eiweißes. Da wir die Laktose in der Milch mit einem Enzym abbauen, spaltet sich diese in Glukose und Galactose auf, wodurch diese Milch leicht süß schmeckt und die leicht rosa Farbe erhält.

Söbbeke-Käse bei Laktose-Intoleranz?

Die meisten Menschen mit Laktose-Intoleranz vertragen kleine Mengen Milchzucker ohne Beschwerden. Insbesondere der Verzehr von gereiftem Käse ist in der Regel problemlos, denn Milchzucker verwandelt sich im Laufe der Käsereifung in Milchsäure. So sind lange gereifte Hart- und Schnittkäse praktisch frei von Laktose. Da unsere Käse das Reifelager erst nach 6-8 Wochen verlassen und nicht wie sonst üblich nach 2-4 Wochen, hat sich die Laktose bei unseren Käsesorten fast gänzlich abgebaut.

Joghurt - rechts oder links herum?

Bei der Herstellung von Sauermilchprodukten wandeln die zugesetzten Milchsäurebakterien einen Teil des Milchzuckers in Milchsäure um. Darum schmeckt Joghurt so angenehm erfrischend. Dasselbe geschieht in unserem Körper nach Aufnahme von Milchzucker. Beim Abbau zur Energiegewinnung entsteht Milchsäure, hauptsächlich in einer Form, in der sie im Laborversuch  einen Lichtstrahl im Uhrzeigersinn drehen würde. Diese Milchsäure nennt man daher auch rechtsdrehende Milchsäure. Da sie auch im menschlichen Körper vorkommt, wird sie dort gut aufgenommen. Sie dient der Energiegewinnung im Stoffwechsel und übernimmt eine Schutzfunktion im Bereich der Darmschleimhaut. Unsere Sauermilchprodukte werden mit mild säuernden Kulturen hergestellt, die über 95 % rechtsdrehende Milchsäure bilden.

Was macht unseren ABC-Joghurt und unseren L2+B-Joghurt so besonders?

Seit Jahren stellen wir bereits erfolgreich unseren ABC-Joghurt im Glas her, einen Joghurt mild mit den besonders aktiven Kulturen L(+) acidophilus, B.bifidum (BB12) und L (+) casei. Diese überleben in großer Zahl die Passage durch den Magen und können sich im Darm ansiedeln, dort wo wesentliche Abwehrreaktionen unseres Körpers stattfinden. Bei regelmäßigem Genuß kann dieser Joghurt daher das Wohlbefinden in mehrfacher Weise unterstützen. Er beeinflusst die Darmflora positiv und hilft, die Verdauung sanft zu regulieren. Diesen wertvollen Joghurt gibt es auch im Becher: L2 + B.

Wo ist der Unterschied zwischen konventioneller und Bio-Milchkuhhaltung?

Der Unterschied zur konventionellen Kuhhaltung beginnt bereits mit dem Weidegang. Bei der konventionellen Milchkuhhaltung ist der Auslauf nicht vorgeschrieben. Bei der Bio-Haltung muss jede Kuh Weidegang oder zumindest Auslauf im Laufhof haben, dies ist Vorschrift. Bei der Bio-Milchkuhhaltung müssen die Liegeflächen im Stall grundsätzlich eingestreut sein. Die Stallfläche muss mindestens 6 m² pro Kuh betragen. Jedes Tier hat seinen eigenen Fressplatz. Eine Anbindung und Isolierung einzelner Tiere ist verboten.
Die Fütterung in der biologischen Milchkuhhaltung ist genauestens geregelt. In der konventionellen Haltung sind ganzjährige Silagefütterung und Kraftfuttereinsatz erlaubt. In der biologischen Haltung ist dies verboten. Im Sommer überwiegen dort Frischgras und Weide, im Winter Heu und Silage.
Bei der Kälberzucht sind im konventionellen Bereich neben Milch auch Milchaustauscher erlaubt. Im biologischen Landbau erhält das Kalb in den ersten 12 Wochen seines Lebens ausschließlich Milch, da Milch das natürlichste Futtermittel ist.
Medikamentenrückstände im Fleisch sind bei der Bio-Haltung kein Thema. Erkrankte Tiere werden bevorzugt mit Naturheilverfahren behandelt. Herkömmliche Medikamente sind nur in Ausnahmefällen zulässig. Im biologischen Landbau ist die Krankheitsvorsorge wichtig: Antibiotika, Masthilfe oder vorbeugende Medikamente sind grundsätzlich verboten.
Das Biofutter wird überwiegend im eigenen Betrieb erzeugt, oder in anderen biologischen Betrieben im gleichen Gebiet. Der Bioland-Verband schreibt z. B. eine 100-prozentige Biofütterung vor. Gentechnisch verändertes Futter oder Tiermehl sind im Biolandbau seit jeher verboten.
Spezifische Grundsätze der Bioverordnung sehen ebenfalls die Erhaltung und Förderung des Bodenlebens und der natürlichen Fruchtbarkeit des Bodens vor. Die biologische Vielfalt muss erhalten bleiben, Erosionen müssen verhindert werden. Es müssen geeignete Fruchtfolgen gewählt werden und Pflanzensorten, die von Natur aus resistent gegen bestimmte Schädlinge und Krankheiten sind. Mineralische Stickstoffdünger im Landbau dürfen nicht verwendet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bio-siegel.de und beim Bundesministerium für Ernährung: www.bmelv.de
(Quellennachweis: Bioland-Verband und Bmelv)

Milchverarbeitung bei Söbbeke – hier gibt es noch echte Frischmilch!

Nach der Gewinnung von Milch auf dem Bauernhof ist die erste Stufe der Milch die Rohmilch. Diese wird in der Molkerei nach umfassenden Qualitätsprüfungen weiterverarbeitet. Hierbei durchläuft sie verschiedene Verarbeitungsschritte. Dazu gehören u. a. das Reinigen und Separieren und die Wärmebehandlung.
Beim Reinigen wird die Milch in einer speziellen Zentrifuge, dem Separator, gereinigt und gleichzeitig in Magermilch und Rahm getrennt. Durch die Fliehkräfte in der Zentrifuge wird die schwerere Milch nach außen geschleudert und der leichtere Rahm nach innen geleitet. Bei Anlieferung hat die Milch einen natürlichen Fettgehalt je nach Jahreszeit zwischen 3,7 und 4,4 %  Fett. Bleibt dieser Fettgehalt unverändert, wird diese Milch  als „Milch mit natürlichem Fettgehalt“ ausgezeichnet. Um die Haltbarkeit der Milch zu verlängern, wird Milch erhitzt. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. In unserem Unternehmen setzen wir das Pasteurisieren ein. Die Pasteurisierung ist ein sehr schonendes Erhitzungsverfahren. Hierbei wird die Milch 15-30 Sekunden auf 72-75°C kurzzeiterhitzt. Dabei werden Nährwerte, Geruch und Geschmack der Milch bestmöglich erhalten. Unsere Milch ist also eine echte Frischmilch!
Bei der Milchverarbeitung gibt es noch das Homogenisieren, bei dem die Fettkügelchen der Milch unter hohem Druck durch feine Düsen gepresst und mechanisch zerkleinert werden. Dieses Verfahren wird bei uns nicht angewandt.

In unserer Molkerei werden keine Produkte aus Rohmilch hergestellt. Unsere Bio-Milch wird schonend pasteurisiert und dann weiter verarbeitet.

In welchen Variationen gibt es Milch?

Nach der Gewinnung von Milch auf dem Bauernhof ist die erste Stufe der Milch die Rohmilch. Diese wird in der Molkerei nach umfassenden Qualitätsprüfungen weiterverarbeitet. Hierbei durchläuft sie verschiedene Verarbeitungsschritte. Dazu gehören u. a. das Reinigen und Separieren und die Wärmebehandlung.
Beim Reinigen wird die Milch in einer speziellen Zentrifuge, dem Separator, gereinigt und gleichzeitig in Magermilch und Rahm getrennt. Durch die Fliehkräfte in der Zentrifuge wird die schwerere Milch nach außen geschleudert und der leichtere Rahm nach innen geleitet. Bei Anlieferung hat die Milch einen natürlichen Fettgehalt je nach Jahreszeit zwischen 3,7 und 4,4 %  Fett. Bleibt dieser Fettgehalt unverändert, wird diese Milch  als „Milch mit natürlichem Fettgehalt“ ausgezeichnet. Um die Haltbarkeit der Milch zu verlängern, wird Milch erhitzt. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Pasteurisierung ist ein sehr schonendes Erhitzungsverfahren und wird überwiegend eingesetzt. Hierbei wird die Milch 15-30 Sekunden auf 72-75°C kurzzeiterhitzt. Dabei werden Nährwerte, Geruch und Geschmack der Milch bestmöglich erhalten. Ein relativ neues Verfahren zur Milchbearbeitung ist das ESL-Verfahren. Dabei wird die Milch für maximal 15 Sekunden auf 127°C erhitzt und dann sofort auf 90°C abgekühlt. Das zerstört die meisten Keime in der Milch. Im Vergleich zur Rohmilch verliert die ESL-Milch bei diesem Vorgang nur 10% ihrer Vitamine. Der Geschmack und die Nährstoffe bleiben voll erhalten. Diese Milch ist bis zu drei Wochen haltbar. Man erkennt sie an dem Aufdruck „länger frisch“.
Bei der Milchverarbeitung gibt es noch das Homogenisieren, bei dem die Fettkügelchen der Milch unter hohem Druck durch feine Düsen gepresst und mechanisch zerkleinert werden. So wird verhindert, dass sich eine Rahmschicht auf der Milch absetzt. Zudem schmeckt die Milch dadurch vollmundiger, da die Fettkügelchen gleichmäßig (homogen) in der Milch verteilt sind. Mit der höheren Zahl der Fettkügelchen erhöht sich auch die Fettoberfläche der Milch. Dadurch haben fettspaltende Enzyme eine größere Angriffsfläche, was das Milchfett leichter verdaulich macht.

Bei uns wird die Milch lediglich pasteurisiert und nicht homogenisiert. Unsere Milch in der Flasche ist noch eine richtige Frischmilch!

Warum rahmt Milch auf?

Unsere Vollmilch in der Glasflasche ist eine naturbelassene Milch, die im Frühjahr/Sommer einen höheren Fettgehalt hat als im Winter. Da wir unsere Flaschenmilch nicht homogenisieren, rahmt sie auf und bildet einen je nach Jahreszeit großen bzw. kleinen Sahnepfropf am Flaschenhals. Dies ist ein Qualitätsindiz für naturbelassene Milch. Wenn Sie dies nicht mögen, dann schütteln Sie die Flasche vor jedem Gebrauch oder heben mit einem Löffel den Sahnepfropf ab.

Welches Lab wird verwendet?

Lab wird eingesetzt in der Käseherstellung zur kontrollierten Dicklegung der Milch.
Wir verwenden bei der Herstellung von Käselaiben ausschließlich mikrobielles Lab. Das mikrobielle Lab basiert auf gezüchteten Kulturen aus der Gruppe des Rhizomucor Pilzes, durch deren Stoffwechsel ein Gerinnungsenzym anfällt. Dieses wird isoliert und standardisiert.

Wie stellt Söbbeke Käse her?

Käse gibt es, seit Kühe, Schafe und Ziegen Milch für die menschliche Ernährung geben. Die ältesten bildlichen Darstellungen von Milch und Käse stammen von den Sumerern. Das war bereits vor 6000 Jahren. Im Mittelalter pflegten besonders die Klöster die Käseherstellung. Überhaupt brachte das späte Mittelalter mit dem Anwachsen der Städte der Käserei einen gewaltigen Aufschwung, denn Käse war gut vom Land in die Stadt zu transportieren. Er verdarb nicht. Auch die Bio-Molkerei Söbbeke hält eine alte klösterliche Tradition aufrecht. Unweit der alten Trappistenkloster-Anlagen in Rosendahl-Holtwick liegt die Dorfkäserei von Söbbeke. Gerade wie zu den alten klösterlichen Zeiten verarbeitet Söbbeke nur beste Biomilch und verwendet keinerlei Konservierungs-, Farb- oder Zusatzstoffe. In Rosendahl wird so die alte Tradition der Trappisten aufrechterhalten, mit natürlichen Zutaten und handwerklichem Geschick leckere Käsespezialitäten herzustellen.
Käsemachen ist eine Kunst. Jeder Käsemeister hat seine wohlgehüteten Tricks und Geheimnisse, die beim Endprodukt den entscheidenden Unterschied ausmachen. Es gibt grundsätzlich fünf Hauptphasen der Käseherstellung:

1. Dicklegen  (das Gerinnenlassen der Milch) und Schneiden,
2. Molkeentzug, Waschen und „Brennen“
3. Formen und Verarbeiten des Käsebruchs
    (Ausheben und Abscheiden der restlichen Molke)
4. Salzen
5. Reifung

In Rosendahl beginnt das Käsen natürlich erst einmal mit der Milchanlieferung. Die Bio-Molkerei Söbbeke verarbeitet ausschließlich Bio-Milch. Von mehreren Bauern aus dem Umkreis erhält Söbbeke diesen wertvollen Rohstoff.
Von den Tanks aus gelangt dann die Milch in die Käsewanne. Jetzt beginnt mit dem Milcheinlauf das Käsen. Als erstes muss die Milch zur Gerinnung gebracht werden, was durch Zugabe von Lab und Milchsäurebakterien geschieht. Das Lab wird der erwärmten Milch wohldosiert beigegeben, ebenso die Kulturen. Menge und Milch-Temperatur beeinflussen sich wechselseitig. Söbbeke verwendet hier nur mikrobielles Lab. Auch spielt der natürliche Säuregehalt der Milch eine Rolle. Das Dicklegen erfordert viel Fachkenntnis. Die Gerinnung kann erst ab 10 Grad erfolgen und kommt zwischen 20 und 40 Grad so richtig in Schwung. Je nach Käsesorte wird die Milch auf 25 bis 35 Grad erwärmt. Schon nach wenigen Minuten gerinnt die Milch. Die entstandene Masse, die Gallerte besteht aus dem geronnenen Milcheiweiß und der flüssigen Molke.
 Es wird nun eine erste Schnittprobe gemacht, um den Zustand zu testen. Um nun  die Molke von der Gallerte zu trennen, wird die Masse mit einer sogenannten Käseharfe, einem Rührgerät kreuz und quer zerschnitten. Hierdurch löst sich die Molke und es entsteht der Bruch, eine Zusammenballung von Käsekörnern. Je kleiner die Körner zerteilt werden, umso mehr Molke sondern sie ab und umso fester wird der Käse.
Danach wird Molke abgelassen und Wasser wieder zugeführt. Durch das warme Wasser zieht sich das Bruchkorn noch mehr zusammen und gibt noch mehr Molke ab, diesen Vorgang nennt man in der Fachsprache das „Brennen“, da der Käse dadurch auch erhitzt wird. Bei besonderen Käsesorten, werden nun die Kräutermischungen beigefügt. Danach wird abermals gerührt. Jetzt folgt das Ablassen der gesamten Masse in eine Formpresse. Bis hierher hat der gesamte Vorgang ca. 4 Stunden gedauert.
Nun beginnt der dritte  Schritt beim Käsen, das Formen und Verarbeiten. In der Formpresse wird die Molke von dem Käsebruch getrennt und abgelassen. Wurde die Molke früher als Abfallprodukt beim Käsen betrachtet und sehr oft der Tierfütterung zugeführt, wird diese ernährungsphysiologisch sehr wertvolle Flüssigkeit heutzutage zu leckeren und gesunden Trinkmolken verarbeitet. Dies geht allerdings nur bei Molke, die bei der Herstellung von Käse ohne Kräuterzusätze entsteht. Nach Ablassen der restlichen Molke, wird der Käsebruch in kleine rechteckige Stücke geschnitten. Diese werden sodann „eingetopft“ in spezielle Käseformen, die nachher die Größe und das Gewicht des Käses bestimmen. Söbbeke hat 2,5, 3,8 und 4,5 kg-Käselaibe. Die Formen werden in eine Käsepresse gestellt, die den Käse fest in die Formen hineindrückt. So verliert er noch einmal wieder etwas Molke. Diese Formen werden dann 2 x gewendet in einem Zeitraum von insgesamt zwei Stunden. Nach dem ersten Wenden erhalten die Käselaibe eine Losnummer. Zwischendurch wird die Temperatur des Käses kontrolliert.
Nun wird der Käse „ausgetopft“ und kommt auf Salzbadhorden. Diese werden dann mit Hilfe eines Krans in große Salzbäder getaucht. Hier verbleibt der Käse je nach Sorte und Größe zwischen einem und drei Tagen.
 Das Salz festigt den Käse, fördert die Rindenbildung, erhöht die Haltbarkeit und ist für die Geschmacksbildung zuständig. Nach diesem Bad wird der Käse zur Reifung  gelagert, wobei er immer wieder gewendet, abgerieben und gebürstet wird. Hier erhält er auch sein Etikett. Käse, der eine feste und trockene Rinde haben soll, wird mehrfach mit einem speziellen Coating eingerieben. Käse der eine weiche Rinde haben soll, wird mit einer Flüssigkeit, die Reifungskulturen enthält, geschmiert. Bei Söbbeke gibt es z. B. den Münsterländer Grienkenschmied, der mit einem Kräutersud affiniert (geschmiert) wird.
In den Reiferäumen wird peinlich genau auf Lufttemperatur und –feuchtigkeit geachtet, die je nach Sorte differieren.
Während der Reifung entstehen auch die „Löcher“ im Käse( besonders beim „Rosendahler“). Käse ist ein sehr lebendiges Produkt, das sich durch Bakterien ständig verändert. Es sind die sogenannten  Propionsäure-Bakterien, welche in einem Laib Käse bis zu 100-150 Liter Kohlensäure erzeugen können. Erst wenn die Reifung im Käse schon etwas fortgeschritten ist, können sie sich vermehren und die Kohlensäure bilden, die aufgrund der Rinde jedoch nicht vollständig entweichen kann und daher im Laib Gas-Blasen wirft.
Die unregelmäßige Bruchlochung bildet sich, wenn der Bruch und Molke abgefüllt und damit Luft eingeschlossen wird. Dem Käsemeister bieten sich viele Möglichkeiten, den Reifegrad und Zustand eines Käses festzustellen. Da die Qualität und der Geschmack bei Söbbeke an erster Stelle stehen, wird auf den Faktor Zeit gesetzt. Für einen herzhaften, zarten Teig muss ein Käse reifen. Ganz wie ein kostbarer Wein, lagert der Käse so lange, bis er die richtige Konsistenz, den richtigen „Biß“ und den richtigen Geschmack hat. Daher verlassen Söbbeke-Käse das Reifelager erst nach 6 bis 8 Wochen und nicht, wie sonst üblich, nach 2 bis 4 Wochen. Diese Zeit nimmt man sich in Rosendahl. Richtigen Geschmack und wertvolle Qualität kann man nicht auf die Schnelle erzwingen, das will reifen.

Ist die Enthornung der Kühe im ökologischen Landbau erlaubt?

Im ökologischen Landbau ist die Enthornung der Kühe noch erlaubt, da es selbst in den größeren Laufställen noch zu Verletzungen der Tiere untereinander und zu Verletzungen des Menschen kommen kann.
Die Tiere fechten naturgemäß Rangordnungen aus. Bei Jungtieren kommt es schon einmal dazu, dass diese ungestüm sind und auch den Menschen verletzen. Je nach Bauart des Laufstalls und der Fütterungseinrichtung gibt es sogenannte Fressgitter, die die Tiere voneinander trennen, um Futterneid zu vermeiden. Jedes Tier hat beim Fressen seinen festen Platz. Hier ist es auch schon zu Verletzungen gekommen, wenn die Rinder sich mit den Hörnern in diesen Vorrichtungen verhaken. Dies kann zu schweren Verletzung bis hin zum Tod der Tiere führen. All diese Faktoren haben im Laufe der Zeit dazu geführt, dass Landwirte das Enthornen erfunden haben. Die Tiere werden hierbei betäubt, das ist im ökologischen Landbau vorgeschrieben.

Je größer ein Laufstall ist (das liegt auch immer am vorhandenen Bauplatz und an dem zur Verfügung stehenden Investitionsgeld) desto öfter unterlassen mittlerweile Landwirte das Enthornen. Der Trend geht immer mehr dahin. Leider ist es nicht immer möglich, diese Dinge auch in die Praxis umzusetzen.

Wir fördern intensiv den regionalen kontrolliert-biologischen Anbau und suchen stets neue Höfe, die auf Bio umstellen möchten. Es ist jedoch immer noch schwierig und mit großen Kosten für einen Bauern verbunden, wenn dieser auf Bio umstellen möchte. Die Streichung der gesetzlichen Zuschüsse macht seine Entscheidung zur Umstellung sicherlich nicht einfacher. Wir versuchen durch gerechte Auszahlungspreise den Kreis unserer Milchlieferanten zu halten und weiter auszubauen. Die hohen Ansprüche behornter Kühe an die Stallgestaltung und -abmessungen sowie an die Tierbetreuung und das Herdenmanagement stellen eine weitere Herausforderung für die ökologische Tierhaltung dar. Verbände wie Bioland bieten daher z. B. Seminare an zum Thema: "Brauchen Bio-Kühe Hörner?". Hier tauschen die Landwirte Informationen aus und erhalten Hilfestellung zu diesem Thema. Nähere Informationen erhalten Sie auch unter www.bioland.de.

Benutzt Söbbeke Aromastoffe?

Unsere Produkte sind alle ohne Zusatz von Aromen bzw. Aromastoffen. Aber was sind Aromen? Hier erfahren Sie mehr darüber: Der Gesetzgeber unterteilt Aromen in künstliche (naturidentische) und natürliche Aromen. Künstliche Aromen sind dabei im Chemiebaukasten zusammengesetzt. Natürliche Aromen unterscheidet man in Aromaöle, Aromaextrakte und Aromastoffe.
Aromaöle oder auch ätherische Öle sind flüchtige, geschmacks- und geruchsintensive Gemische organischer Verbindungen aus Pflanzen oder Pflanzenteilen. Die Gewinnung erfolgt im Wesentlichen durch Auspressen, Wasserdampfdestillation, durch Extraktion mit Fetten oder den Einsatz von Kohlensäure. Aromaextrakte sind Stoffgemische. Sie enthalten das gleiche Gemisch an Geschmacksbausteinen wie das zugrunde liegende Ausgangsmaterial. Sie werden durch Destillation oder Extraktion gewonnen. Aromastoffe sind chemisch exakt definierte Einzelsubstanzen, die die tragenden Bestandteile eines Aromas bilden. Sie werden aus Pflanzenmaterial hergestellt, das aber nicht der namensgebenden Frucht entsprechen muss. So dienen auch Baumrinde oder Schlachtabfälle zur Herstellung von Aromastoffen.
Ziel des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. ist es, dass natürliche Aromastoffe in der Naturkostbranche künftig nicht mehr zum Einsatz kommen. Für die Aromatisierung sollen stattdessen Öko-Lebensmittel oder Substanzen genutzt werden, die tatsächlich „natürlich“ sind, wie Aromaextrakte oder ätherische Öle. (Empfehlung der Mitgliederversammlung des BNN Herstellung und Handel am 30.04.2004)
Diesem Ziel haben wir uns stets verpflichtet gefühlt. Seit 2005 heißt es bei uns bereits 100 % Söbbeke – 100 % frei von zusätzlichen Aromastoffen.

Welche Milchsäurebakterien sind in den Joghurts?

Für die klassische Herstellung von Joghurt wird Lactobacillus bulgaricus und Strepthococcus thermophilus eingesetzt. Die Herstellung von Joghurt durch Milchsäurebakterien wird als Fermentation bezeichnet. Milchsäurebakterien wir beispielsweise Lactobacillus bulgaricus bewirken durch die teilweise Umwandlung des Milchzuckers in Milchsäure und durch die Bildung von produktspezifischen Aromastoffen den charakteristischen Geschmack und Geruch eines Joghurtproduktes. Lactobacillus bulgaricus ist ein starker Säurebilder, der den typischen, klassischen Joghurtgeschmack ausmacht.

Für die Herstellung von Joghurt mild werden anstelle von L. bulgaricus andere Lactobacillus-Arten verwendet, um die typische Säuerung milder werden zu lassen.

Für unseren Naturjoghurt verwenden wir u. a. folgende Kulturen:

-       Streptococcus thermophilus

-       Lactobacillus acidophilus

-       Bifidobacterium

In unseren Joghurts ABC und L2+ B sind folgende Kulturen enthalten:

-       Bifidobacterium bifidum

-       Lactobacillus casei

-       Lactobacillus acidophilus.

Der stichfeste demeter-Joghurt enthält folgende Kulturen:

Lactobacillus acidophilus

Bifidobacterium lactis

Stretococcus thermophilus

Die genannten Kulturen werden hinzugegeben und sind natürlichen Ursprungs.

Verwendet Söbbeke gentechnisch veränderte Zutaten?

In der ökologischen Erzeugung ist die Verwendung von Rohstoffen aus oder durch GVO nicht zulässig (EG VO 834/2007). Die Molkerei Söbbeke und die Dorfkäserei Söbbeke stellen ihre Produkte gemäß den Anforderungen der ökologischen Erzeugung her. Daher werden weder Produkte aus noch durch GVO hergestellt.

Auf den Verpackungen steht oft nur der Begriff „Stärke“. Um welche Stärke handelt es sich bei Söbbeke-Produkten?

Bei den neuen Verpackungen steht in den Zutaten lediglich Stärke, da es je nach Verfügbarkeit folgende Stärke sein kann:

native Wachsmaisstärke* oder native Maisstärke* oder native Reisstärke* oder native Tapiokastärke*.

Es ist aber keine Weizenstärke und somit glutenfrei.